Archiv für den Monat: August 2012

Von der Quadratur des motorisierten Zweirads

Ein Rant

Es ist schon seltsam, dass in den letzten Tagen der fossilen Brennstoffe eine Fahrzeuggattung populär wird, die seltsamen Konstruktionsprinzipien folgt.

BMW Isetta
BMW Isetta

Anders als z. B. in den 50er Jahren, als mit dem Messerschmitt Kabinenroller und der BMW Isetta Fahrzeuge auf den Markt kamen, welche die Nachteile des Mopeds oder Motorrades (welches für einen großen Teil der arbeitenden Bevölkerung das einzig finanzierbare Individualverkehrsmittel war) zu kompensieren suchte, ohne die Nachteile des Personenkraftwagens (hohe Anschaffungskosten, hohe laufende Kosten) zu übernehmen. Pefekt war das nicht, aber es funktionierte. Von der Quadratur des motorisierten Zweirads weiterlesen

byobu – komfortabel mit mehreren Terminals arbeiten

Wer mehr als gelegentlich mit dem Terminal arbeitet, eventuell sogar darauf entwickelt oder über mehrere ssh-Verbindungen remote arbeitet, dem werden die standardmäßig aktiven 6 virtuellen Konsolen eines Linuxrechners schnell zu knapp, und ein Rudel Terminalfenster ist auch nicht gerade die übersichtlichste Lösung. Zwar gibt es auch tabbed Terminals, allerdings wechselt man da ja auch ständig zwischen Terminal- und fensterorientierter Arbeitsweise.

Man verwendet da lieber einen Terminal-Multiplexer wie GNU screen oder tmux, die beide die bequeme tastaturgesteuerte Verwaltung mehrerer Terminals in einem Fenster ermöglichen. Man kann damit zwischen verschiedenen Terminals wechseln oder auch mehrere davon gleichzeitig auf dem Schirm darstellen. Im Prinzip ist das schon alles, was man braucht … byobu – komfortabel mit mehreren Terminals arbeiten weiterlesen

Das präzise Gürteltier und seine Last

Das lang unterstützte Gürteltier

Im Großen und Ganzen haben die Ubuntu-Leute ja ein rundes Release zusammengekriegt mit 12.04 LTS Precise Pangolin. Unity läuft fluffig, das Bedienkonzept macht Sinn, das Ganze ist stabiler geworden und definitiv benutzbar. Die Version wird zum ersten Mal 5 Jahre auch auf Desktops unterstützt und setzt einen eindeutigen Fokus auf Stabilität.

Mein Unity-Desktop
Mein Unity-Desktop

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Hühnerkram, zum Zweiten – das Hühnerhaus wird gebaut … (Teil 5)

Nach einer kleinen Baupause ging es weiter. Das Türfutter verlangte noch ein wenig Überlegung, da die Angeln nicht den richtigen Abstand zur Wand hatten. Da sich der Bau eines Türfutters als zu aufwändig herausstellte, wurde die Tür umgedreht. Dann brauchten die Angeln aber einen größeren Abstand zum Balken, deshalb kam da noch ein Brett dazwischen.

Türband und Angel
Türband und Angel

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Vom Ende der Phantasie

Die Traumfabrik hat ausgeträumt

Serien zu Kinofilmen

Kino
Kino

Gerade eben auf Facebook gelesen: ALF kommt auf die Leinwand. Meine spontane Reaktion darauf: Leute, euch fällt nichts mehr ein. In 3D, als CGI, ja und? Ich kenne ALF als mittelwitzige Vorabendunterhaltung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der 80er. Dort passte er hin, überbrückte die halbe Stunde zwischen Abendessen und weggehen angenehm und nicht zu anspruchsvoll. War ok, nicht mehr und nicht weniger.

Und jetzt also als Kinofilm, CGI-technik, 3D und Überlänge. Wieso das bloß? Braucht man das wirklich?
Alf als Kinofilm, 21 Jumpstreet als Kinofilm, Miami Vice als Kinofilm. Das waren von Lohnschreibern schnell zusammengeklopfte 30-Minuten Episoden als Umrahmung fürs Werbeprogramm. Wer um alles in der Welt meint, dass man das zwei Stunden lang im Kino sehen will? Vom Ende der Phantasie weiterlesen

SEO, Google, die Nutzer und das Netz

Eigentlich war die Sache ja ganz einfach gedacht: Menschen, die etwas anzubieten haben, ob Waren, Dienstleistungen, Unterhaltung oder Informationen, stellen diese ins World Wide Web.
Da man die Adresse der Seite kennen muss, um sie aufzurufen, gibt es Suchmaschinen, welche Zugang zu den Seiten schaffen.
Dazu müssen sie wissen, was drinsteht. Und damit geht das Elend los … SEO, Google, die Nutzer und das Netz weiterlesen

Digitaler Verlust des gesunden Menschenverstandes

Liken und sharen statt denken

Es ist eine seltsame Welt hier draussen im Netz. Irgendwie scheinen viele Menschen dafür nicht gemacht zu sein. Offline haben sie Berufe, Wohnungen, Beziehungen, schaffen den Straßenverkehr größtenteils unfallfrei und wirken eigentlich ganz vernünftig. Bis man sie in sozialen Netzwerken kennenlernt. Da scheint dann alle Vernunft, alle Logik von ihnen abzufallen, da werden munter Bildchen von misshandelten Kindern (teile das wenn du gegen Kindermisshandlung bist) oder gequälten Tieren geteilt. Keine Informationen, kein Hintergrund, nichts. Was man damit machen soll? Weiterteilen … Und das soll irgendwem helfen? Natürlich hilft es jemandem: dem, der Likes sammelt, der damit seine soziale Reichweite vermarkten will. Damit missbraucht man aber das angeblich gequälte Kind oder Tier ein zweites Mal: Es dient nun zur Befriedigung der Aufmerksamkeitsgeilheit der hirnlos teilenden Massen. Digitaler Verlust des gesunden Menschenverstandes weiterlesen

Stypi – gemeinsam an Text oder Code arbeiten

Gerade frisch entdeckt (danke an Kathrin Passig für den Tweet): einen Webdienst, der einen Editor bereit stellt, ähnlich Etherpad.

Aber Stypi bietet doch einige sehr interessante Features: Man kann spontan mit anderen schreiben, egal, ob man sich registriert hat oder nicht – man muss nur den zufallsgenerierten URL des entsprechenden Dokuments mit seinen Mitarbeitern teilen.

Stypi
Stypi

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Automatisierter Desktop: Reaktion auf Aktionen …

Vielleicht kennen einige von euch den Webdienst IFTTT. Dort kann man „Rezepte“ erstellen, was passieren soll, wenn man bestimmte Dinge in Webdiensten tut. So kann man zum Beispiel alle Foitos, die man bei Instagram hochlädt, gleich in seiner Dropbox speichern lasse. Man verknüpft also bestimmte Events mit auszuführenden Handlungen.

Gleichartiges gibts nun auch für Ubuntu: Cuttlefish automatisiert den Ubuntu-Desktop.

Cuttlefish Hauptfenster
Cuttlefish Hauptfenster

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Zurück ist das neue Voraus? – Benutzeroberflächen unter Linux

Vom Beharren auf dem Gewohnten

Es ist manchmal zum aus-der Haut-fahren. Da werden, statt zusammen vorwärts zu schreiten, Ressourcen dafür verwendet, Altes, Überkommenes wiederzubeleben. Ein Beispiel ist der Mate-Desktop. Statt mit GNOME 3 die Zukunft mitzugestalten oder meinetwegen etwas anderes wie Unity oder etwas ganz neues zu entwickeln, wird die Vergangenheit rekonstruiert. Und diese Ressourcen fehlen dann den neuen Ideen, die entwickeln sich langsamer. Zurück ist das neue Voraus? – Benutzeroberflächen unter Linux weiterlesen