Lokale Presse – vierte Gewalt oder Gefälligkeitsjournalismus?

Eigentlich hatte ich mich gefreut, als die Oberhessische Presse sich aus dem Zeitungskonzern Madsack herauslöste. Endlich wieder eine kleine, mutige Zeitung, die nicht nur Einheitsbrei liefert und insbesondere im Regionalbereich Qualität und Unabhängigkeit liefern kann. Eine funktionierende vierte Gewalt im Landkreis, eine Chance, dass an der  Position des von mir sehr geschätzten Michael Agricola etwas dran sein könnte und die Presse gerade in ihrer Gesamtheit einen eigenen, erhaltenswerten Wert darstellt. Eine  freie Presse, vielfältiger, guter Journalismus könne nur dann entstehen, wenn man das ganze Paket nehme.

Leider liefert man nicht. Lokale Presse – vierte Gewalt oder Gefälligkeitsjournalismus? weiterlesen

Zeitungslesen im digitalen Zeitalter

Money for nothing …

Ich hadere seit geraumer Zeit mit der Presse. Leistungsschutzrecht, Paywalls und ähnlicher Unfug versuchen, ein Geschäftsmodell zu retten, wo es keine Rettung gibt. Natürlich muss Journalismus finaziert werden, ich möchte durchaus für Inhalte bezahlen. Aber bitte nicht so …

Wozu eine Tageszeitung abonnieren, wenn die ganze Vielfalt der Presselandschaft nur einen Mausklick entfernt ist? Wozu Papier oder E-Paper bezahlen, wenn ich nur Zeit oder Interesse für einzelne Artikel habe? Was bitte soll ich mit dem Sportteil – Sport ist was Schönes, wenn man welchen treibt. Anderen dabei zusehen und dafür noch bezahlen erscheint mir voyeuristisch, auf der gleichen Ebene wie anderen beim Sex zuzusehen. Aber ich schweife ab. Zurück zur Presse … Zeitungslesen im digitalen Zeitalter weiterlesen

Die Spaltung der Massen – wie die 1% gewinnen

Vom Verlust der Freiheit

Illustration 1
Illustration 1

Die Welt wird enger statt weiter. Ein Schulkind hat heute einen Aktionsradius von 400m um das Elternhaus. Zwei Generationen zuvor waren es fast 10 km. Reisefreiheit wird reglementiert durch immer strengere und invasivere Kontrollen und Überwachung, Grenzzäune werden errichtet.

Die persönliche Freiheit von Menschen wird massiv eingeschränkt, sobald sie staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen wollen. Dies trifft auf Menschen ohne Arbeitseinkommen genau so zu wie auf Geflüchtete – eine Residenzpflicht schränkt ihre Bewegungsfreiheit zusätzlich zu den fehlenden finanziellen Mitteln massivst ein. Begründet wird so etwas entweder mit Sicherheitserwägungen oder damit, der jahrelang nicht vorhandene Arbeitsplatz könne sich gerade dringend in dem Moment manifestieren, in dem mensch gerade mal lange nicht gesehene räumlich entfernte Verwandte oder Freunde besuchen möchte. Die Spaltung der Massen – wie die 1% gewinnen weiterlesen

Klänge aus einer anderen Welt – das Theremin

Am Anfang war ein Konzert

léon Thereminemulator für AndroidAls wir Dienstag abend die wunderbaren Tiger Lillies im Frankfurter Palmengarten hörten, faszinierte mich in der Sammlung skurriler Instrumente besonders das von Adrian Stout gespielte Theremin. Klänge aus einer anderen Welt – das Theremin weiterlesen

Spieglein, Spieglein auf der Platte: Mediawiki-Mirror zum Offline-Lesen

Der Zugriff aufs Netz im digitalen Entwicklungsland

NetzIn Deutschland ist es immer noch ein wenig Glückssache, ob am Ort der körperlichen Anwesenheit Internet überhaupt oder in brauchbarer Performance angeboten wird.  Ob in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf öffentlichen Plätzen oder in der Gastronomie: nirgends ist WLAN selbstverständlich oder funktioniert, wenn es angeboten wird. Und Mobilfunk- Internet ist teuer, beschränkt und auch nicht immer verfügbar, so lange man sich nicht ein komplettes SIM-Kartenspiel leisten kann oder will, und selbst dann nicht. Spieglein, Spieglein auf der Platte: Mediawiki-Mirror zum Offline-Lesen weiterlesen

Unusability

TaschenrechnerIch weiss nicht, ob das jetzt nur mein subjektives Empfinden ist, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Usability von Betriebssystemen, Computeranwendungen, Smartphone-Apps und ähnlichem Gelöte stagniert wenn nicht sogar zurückgeht. Unusability weiterlesen

Zum Selbstbild des Christentums – ein Rant

Gargoyle
Gargoyle

Neulich bestand mal wieder ordentlich Schnappatmungsgefahr. „Das Christentum hat die Welt um so vieles besser gemacht“ – dieser Satz wurde in einem Thread irgendwo im Netz geschrieben. Mir blieb zunächst die Luft weg – denke ich an Christentum, denke ich an über Tausend Jahre Herrschaft und Unfreiheit, dann höre ich die Schreie aus den Folterkellern der Inquisition, rieche verbranntes Fleisch von Hexen und Ketzern, vom Menschen, deren „Verbrechen“ es war, selbst zu denken und ihrem Augenschein mehr zu trauen als einem alten Buch. Oder die einfach in einer falschen Kultur lebten und daher zwangschristianisiert, versklavt und ermordet wurden. Zum Selbstbild des Christentums – ein Rant weiterlesen

Visual Studio Code unter Ubuntu

Die Katze im Sack

Gestern auf der Build Developer Conference ließ Microsoft eine Katze aus dem Sack: Man  veröffentlicht eine plattformübergreifende IDE Visual Studio Code für Windows, MacOS und Linux. Viele auch Microsoft-kritische Entwickler loben Visual Studio, und gute Entwicklungsumgebungen sind eher rar. Eine frühe Version gabs gleich zum Download, also musste ich das mal antesten. Visual Studio Code unter Ubuntu weiterlesen

#Blogstöckchen Linux Opensource und Bloggen?

Ich nehme mal das Stöckchen vom Dom  auf.

Der Maschinenraum

Alte Technik
Alte Technik

Blogsoftware ist WordPress – eine selbstgehostete Installation auf gemieteten Webspace. Das bietet mir den Luxus einer gut gepflegten und betreuten Software und die Freiheit, es ganz nach meinen Bedürfnissen anzupassen und zu ergänzen. #Blogstöckchen Linux Opensource und Bloggen? weiterlesen

Es war einmal: Form Follows Function

Wie die Miniaturisierung und Virtualisierung die Welt schwer begreifbar macht.

Telefone
Telefone

Schaue ich mir die dingliche Welt meiner Großeltern und Elterngeneration an, fällt auf: Abgesehen von sinnlosem Kitsch lässt sich die Funktion eines Gegenstandes oder einer Maschine aus seiner Gestaltung erschließen. Auch für Unbekanntes lässt sich ermitteln, wie es funktionieren und wozu es dienen könnte.
Anfassen, auseinandernehmen, begreifen.
Das funktioniert für Telefon, Kamera, Kaffeemühle, Wecker, Thermometer, Kompass, Manometer und viele weitere Gegenstände. Form Follows Function. Jedes Gerät hat seine originäre Gestalt, welche aus den funktionalen Erfordernissen folgt – ob etwas Kamera, Telefon oder Lampe ist, sieht man auf den ersten Blick. Gleichzeitig beschränkt diese Gestalt auch die Funktion, der Gegenstand ist genau auf die intendierte Funktion ausgelegt und auf nichts anderes. Es war einmal: Form Follows Function weiterlesen