Archiv der Kategorie: Web

Copy – Daten in der Cloud speichern und sharen mit Fair-Use-Policy

Cloudspeicher bekommt man inzwischen nachgeworfen. Neben eigenen Angeboten der Betriebssysteme (Windows Live, Apple iCloud, Ubuntu One) und den rudimentären Angeboten der Freemailer gibt es dedizierte Dienste  die völlig plattformunabhängig Cloudspeicher anbieten, wie  Dropbox, Sugarsync, 4shared, box.

Nun betritt ein Anbieter Neuland: Copy bietet als erster Anbieter eine “Fair-Use-Policy”. Bei allen Anbietern läuft das Teilen bislang so, dass der verbrauchte Speicherplatz der geteilten Daten allen Beteiligten abgezogen wird – letztendlich wird also dann, wenn Daten geteilt werden, mehrfach bezahlt. Copy vergleicht das mit einem gemeinsamen Essen mit Freunden, wo dann jeder die Gesamtrechnung zahlen muss. Das finden die Leute bei Copy unfair – deshalb belasten sie bei geteilten Daten den Cloudspeicher anteilig. Teile ich 6 GB mit zwei Freunden, belastet das mein Konto nur mit 2 GB. Copy – Daten in der Cloud speichern und sharen mit Fair-Use-Policy weiterlesen

Breakout wird 37

Ataris Breakout werden viele Ältere noch als eines der ersten “Computerspiele” kennen, obwohl die Originalversion noch kein echtes Computerspiel war – die Logik wurde in Hardware als Schaltkreis gebaut und nicht programiert. Das Gamedesign stammt von Nolan Bushnell, während die Elektronik Steve Wozniak (ja, genau der, der später die Apple-Computer zusammenlötete) entwarf. Seit dieser Zeit hat das Spiel unzählige Varianten und Wiederauflagen erlebt und ist mit Sicherheit eines der markantesten Spiele aller Zeiten.

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Das Spielprinzip ist simpel – mit einem Paddel werden Bälle von unten gegen eine “Mauer” geschlagen, die Mauersteine lösen sich auf und der Ball prallt ab und muss aufgefangen und zurückgeschlagen werden. Für getroffene Steine gibt es Punkte, hat man ein Level abgeräumt, kommt das nächste, schwierigere.

Ihr wisst ja noch: Computerspiele waren damals realistischer als heute: Du kannst nicht gewinnen. Es wird immer härter und am Ende stirbst du ;-).  Breakout wird 37 weiterlesen

Sind IT-Dienstleistungen nichts wert?

Schraubendreher
Schraubendreher

Am 22.02.2013 schaltete jemand diese Anzeige in einem lokalen Kleinanzeigenportal:

Ich suche einen Informatikstudent o.Ä., der mir eine kleine aber grafisch gute Homepage gestalten kann. Habe leider nicht so viel Geld und kann nicht mehr als 50 Euro zahlen. […]

Leute, gehts noch? Wenn Deine Heizung kaputt ist, zahlst Du, was der Heizungsbauer verlangt. Ich kann auch nicht ins nächste Autohaus gehen, mir einen Neuwagen aussuchen und dann sagen, ich habe nur 300 Euro. Wenn ich das Geld nicht habe, kann ich mir die Sache nicht leisten, Ende der Geschichte, das gilt auch für Webworking. Sind IT-Dienstleistungen nichts wert? weiterlesen

Der Verlust der Netzkultur und der Neugier

Opa erzählt vom Krieg? 😉

Als ich mit Computer anfing, gab es noch kein Internet. DFÜ war was für Leute mit eigenem Einkommen (oder Eltern, die nicht neben dem Telefon gestoppt haben, wie lange man telefonierte). Der gebrauchte, in eine Zigarrenkiste mit Plastiktastatur eingebaute ZX Spectrum wurde an den kleinen Schwarzweissfernseher angeklemmt, Software gabs auf Compactcassette, Microdrive (wenn da was Lesbares rüberkam) oder eben zum Abtippen aus Zeitschriften. Spielerei das Ganze, die Freude, den Kram zum Laufen zu bringen oder ein kleines Programm erfolgreich zu schreiben, tröstete über die grundsätzliche Nutzlosigkeit des Gerätes hinweg. Computer waren eben die Zukunft, deshalb musste man sich damit beschäftigen. “Richtige” Computer waren jenseits des Finanzierbaren, wer einen C64 mit Farbfernseher hatte, war König. Das Ding verschwand dann auch in der Ecke, als Abitur und der Ernst des Lebens mehr Zeit forderten. Der Verlust der Netzkultur und der Neugier weiterlesen

Braucht man 2013 noch ein dediziertes Mailprogramm?

Status Quo

Waren es früher Einsteiger und Weniguser, die kein Mailprogramm installierten, nimmt in letzter Zeit die Zahl der Poweruser, die ohne dediziertes Mailprogramm arbyten, deutlich zu. Gleichzeitig kommt es zu einer qualitativen Erosion auf Seiten der Mailprogramme: viele werden nicht mehr weiterentwickelt, dümpeln seit Jahren herum oder bekommen zumindest keine neuen Features mehr spendiert. Es ist schwer geworden, einen richtig guten Mailer unterhalb von Kommunikationszentralen-Boliden wie Outlook oder Evolution zu finden, der aktiv weiterentwickelt wird und frisch wirkt, Die meisten Mailer sehen aus wie Outlook Express vor fast zehn Jahren. Braucht man 2013 noch ein dediziertes Mailprogramm? weiterlesen

Instagram nimmt sich das Recht, deine Fotos zu verkaufen!

Wieder mal ist es soweit – grundlegende Dinge ändern sich.

Im WaldDer beliebte Fotodienst Instagram – Foto mit dem Smartphone hochladen, bearbeiten, teilen – ändert zum Jahreswechsel seine Nutzungsbedingungen. Und diese Änderung enthält einen Hammer: sie gibt Instagram das Recht, die hochgeladenen Bilder nach Belieben zu verwerten, auch zu verkaufen – ohne dass dazu vorher eine Genehmigung eingeholt werden müsste oder ihr überhaupt informiert werdet. Es kann Dir also passieren, dass dein Bild für Werbung oder sonst irgendetwas verwendet wird, ohne dass Du davon erfährst. Kostenlos heisst eben nur, dass kein Geld genommen wird. Instagram nimmt sich das Recht, deine Fotos zu verkaufen! weiterlesen